Wie wird eine Visualisierung erstellt?
Voraussetzungen und erste Schritte
Der erste Schritt ist die Erstellung eines dreidimensionalen, virtuellen »Gerüstes« mit Hilfe eines CAD-Programmes (Computer Aided Design = computergestütztes Zeichnen). Dieses Zeichenprogramm ermöglicht es, das darzustellende Objekt virtuell mit Maus und Tastatur am Bildschirm mittels Koordinaten in seinen Abmessungen zu bestimmen und zu zeichnen bzw. zu modellieren.
Als Grundlage können Skizzen dienen, oder es werden schon vorliegende, zweidimensionale Zeichnungen auf Papier oder in Datenform importiert, die dann in dreidimensionale Körper umgewandelt werden. Es stehen mehrere Fenster zur Verfügung, so dass das Objekt von oben, seitlich, vorne / hinten und in einer perspektivischen Ansicht gezeichnet und bearbeitet werden kann. Typisch ist die sogenannte Gitternetz-Ansicht, in der die den Körper begrenzenden Flächen durch netzartige Strukturen dargestellt werden, aber transparent bleiben, so dass immer auch das Innere des Objektes sichtbar ist.
Umgebung
Der nächste Schritt ist das Schaffen der gewünschten Umgebung. Dies geschieht nach dem gleichen Prinzip wie die der Hauptobjekte. Vordergrund und Hintergrund werden gestaltet und arrangiert. Die Umgebung kann ein »realer« Raum mit sehr differenzierter Ausstattung sein, oder aber auch eine neutrale, schlichte Studioumgebung. Diese wird auf gleichem Weg gezeichnet wie das Hauptobjekt. Es können jedoch auch Fotografien als Hintergrund dienen, oder auch als Szene, in welche das visualisierte Objekt per Fotomontage gesetzt wird.
Materialien und Farben
Nun kann damit begonnen werden, den Objekten bzw. Objektteilen die verschiedenen Materialien zuzuordnen. Jedes Material wiederum kann in seinen Eigenschaften hinsichtlich Glanz, Transparenz, Farbe etc. verändert und dem jeweiligen Zweck entsprechend angepasst werden. An diesem Punkt können Materialstudien und Farbstudien zum Vergleich der Wirkung des gleichen Objektes erstellt werden.
Licht
Sind Farben und Materialien bestimmt und zugeordnet, muss die Szene beleuchtet werden. Virtuelle Lichtquellen, deren Eigenschaften (Farbtemperatur und Leuchtstärke) per Software bestimmt werden können,
werden in der Szene so angeordnet, dass die gewünschte Lichtstimmung und Atmosphäre entsteht, um das Produkt optimal darzustellen und in seinen wesentlichen Aspekten zu unterstreichen. Der Einsatz spezieller Software erlaubt auch das Nachjustieren der Beleuchtung nach dem Rechenvorgang, was große Flexibilität garantiert. Aber nicht nur zur Präsentation von Produkten kann die Beleuchtungstechnik in der fotorealistischen 3d-Visualisierung eingesetzt werden. Auch um die Wirkung und Platzierung von Leuchten und Lichtquellen sowie von Fenstern festzulegen und zu überprüfen eignet sie sich hervorragend. Zu diesem Zweck können Lichtstudien erstellt werden. So können schon in der Planungsphase unterschiedliche Möglichkeiten auf ihre Wirkung hin geprüft werden.
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Veröffentlicht in 3D Visualisierungen
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